Schenna, Südtirol – Teil 1

Schenna, Südtirol – Teil 2

Deutscher Sprecher-Text

In den folgenden Videos nehme ich Dich mit auf die Reise nach Südtirol, genauer gesagt die Meraner Gegend, die ich zum ersten Mal 1977, im Alter von 12 Jahren, mit meinen Eltern besucht habe.

Inhalt Teil 1:

Am Morgen des 19. Juli 2012, einem Donnerstag starteten wir um 9.54 mit einem ICE in Richtung München, Ankunft um 13:10, Weiterfahrt 13:31 und fuhren von dort weiter nach Bozen.

Es ist immer wieder ein erhebendes Gefühl, wenn die Alpen am Horizont sichtbar werden.

Bald schon waren wir auf dem Brenner, wo es erst mal zünftig zu schütten begann – es war schließlich Sommer 2012 und Du brauchst Dir nur unsere Holland- und meine Spessart-Tour anzusehen, um festzustellen, dass es dort auch nicht anders war.

In BZ gab es dann – zumindest noch an diesem Tag – brennende Hitze und Sonnenschein. Wir hatten sofort Anschluss nach Meran.

Abends dann erst mal ein Begrüßungsessen mit Tiroler Herrengeröstel+Wurstsalat.

Aus dem Tal kamen Gewitterwolken …

Bald schon schüttete es wie Mittags am Brenner und ein paar Tage zuvor auf meiner Spessart-Tour.

Blick auf den „Ifinger“.

Mein aus Kindertagen heiß geliebtes „Eiscafe Annie“, in dem es Eisbecher in Putzeimer-Größe gab, gibt es nicht mehr.

Fr, 20.7.2012

Am nächsten Morgen sind wir zunächst zum Tourismus-Büro in Schenna gefahren, in der Hoffnung, dort den Gratis-Pass für die Südtiroler Busse zu bekommen. Im Meraner Kurhaus bekamen wir dann die Gratis-Pässe, leider nur für 7 Tage. Ok. Der nächste (Gratis-)Bus, der sich anbietet, geht an die Talstation der Seilbahn nach Meran 2000.

Für 30 Euronen werden wir in der Wohnzimmer-großen Seilbahn-Kabine auf 2000m gebracht.

Die neu erbaute Mittelstation.

Blick auf den Gasthof Gsteir. Unten im Tal: Meran.

Der Ifinger und die Ifinger-Scharte.

An der Bergstation wehte eine steife Brise.

Von dort wollten wir über die Ifinger-Scharte zur Ifinger Hütte laufen, laut Wegweiser 90 Minuten, gebraucht haben wir letztendlich mehr als 2 1/2 Stunden, um es vorweg zu nehmen. Allerdings sind wir ja auch nicht schnurstracks drauf los gehuft, sondern genuß-gewandert mit zahlreichen Foto- und Film-Pausen (sonst könntest Du jetzt nicht dabei sein) und stillem Lauschen auf die Klänge der Natur.

Im Hintergrund die Bergstation, von der wir starteten.

Auf der Ifingerscharte.

Nach besagten 2 1/2 Stunden durch eine erfreulicherweise sehr einsame Bergwelt (uns begegneten nur 3 fremde Wanderer), erreichten wir die „Leiten-Alm“ mit ihrem freundlichen Betreiber Sepp Haller und seinem Besucher, dem Wirt vom Gasthaus Hasenegg in Verdins. Das Interview mit Sepp Haller über seine revolutionäre, aus der Schweiz importierte Viehhaltungs-Methode kannst Du Dir in der nächsten Folge anschauen.

Inhalt Teil 2:

Leider gibt es auch hier – wie fast überall auf der Welt – kaum Gelegenheit, reine Naturklänge zu hören, da fast immer Motoren-Geräusche, meist Flugzeuge, mitklingen.

Nach besagten 2 1/2 Stunden durch eine erfreulicherweise sehr einsame Bergwelt (uns begegneten nur 3 fremde Wanderer), erreichten wir die „Leiten-Alm“ mit ihrem gastfreundlichen Betreiber Sepp Haller, einem Südtiroler Original, der uns ein köstliches und reichhaltiges Schinken-Käse-Omelette servierte. Zunächst aber mussten wir uns ein paar Schnäpse reinpfeifen, normalerweise nicht so mein Ding, aber man muss sich ja den einheimischen Gepflogenheiten ein wenig anpassen.

Hast Du Deinen Schnaps schon abgepumpt? Du musst ihn in einem Schluck trinken! Möchten Sie auch Zwiebeln dazu? Klar, mengenweise! Alle, die Sie haben! Welche Sprache spricht er? Tirolerisch! Der Tiroler spricht das p wie ein b aus und das t wie ein d.

Seine Tiere (Kühe, Pferde, Schafe) hält Sepp nach neuesten, aus der Schweiz importierten Erkenntnissen, wie er gleich erklären wird. Ebenfalls anwesend: Der Wirt vom Gasthaus Hasenegg in Verdins, einer der 3 Wanderer, die wir zuvor unterwegs getroffen haben.……

Wir haben uns einfach zurück erinnert an die Natur. Ebenso wie das Wild-Vieh in der Dämmerung und in der Nacht frisst, tut es jetzt unser Vieh. Früher haben wir die Tiere Nachts im Stall angekettet und tagsüber auf die Weide gejagt. Wegen der vielen Fliegen und Bremsen ist das Hüten aber sehr schwierig, da das Vieh unruhig und ständig auf der Flucht ist. Ausserdem wird nicht mehr ausgemistet, da sich im gärenden Mist keine Fliegen- und Bremsen-Larven entwickeln können. Die Tiere wählen – ebenso wie Wildtiere – selbst einen Platz zum liegen und einen anderen, den sie für ihre Fäkalien benutzen. Ich habe mich schon gewundert, warum die Tiere nicht angebunden sind. Obwohl im Stall Dreck ist – kein Tier ist dreckig. Tiere, die angebunden werden, sind total dreckig.

Das System habe ich vor etwa 10 Jahren in der Schweiz aufgegriffen und es hat mir sehr imponiert, weil es weniger Arbeit macht und es dem Vieh viel besser geht. Machen das in der Schweiz alle so? Nein, ich habe das von einem Bauer, der keinen Hütejungen mehr bekommen hat und sich deshalb diese Methode ausgedacht hat und dann die Vorteile erkannt hat. Wer macht das hier in Südtirol noch, außer Ihnen? Wenige. Wir haben noch die alteingeschworenen Bauern da und da muss alles geregelt und geordnet laufen. Aber es ist gegen die Natur. Hauptsache die Tradition wird gewahrt! Und jetzt trinken wir noch ein Schnäpschen! Sie – ich hatte schon 2, reicht jetzt mal. Nur halb voll bitte! Ja, halbe Sachen machen wir hier aber nie! Ich habe jetzt schon Schlagseite.

Da ist wieder ein großes Felsstück abgebrochen. Sind Sie da vorhin entlang geklettert? Ja, ich wollte da rüber gehen, aber weil da im Winter was runter gebrochen ist, bin ich nicht mehr weiter gekommen. Ich hatte schon gehofft, dass ich einen Absturz filmen kann. Gehofft? Wenn man so hoch schaut, sieht es nicht so gefährlich aus, aber wenn man dann direkt davor steht … Ich dachte, jetzt passiert gleich was ganz Spektakuläres.

Ich mag keine großen Teller mit einem kleinen Klecks in der Mitte. Mir ist es hier lieber: Eine große Pfanne, die auch voll ist. Noch schlimmer ist, wenn Du´s teilen musst. Sie kocht ganz gut ab. Da geht was weg. Ja, nach so einer Wanderung. Da können Sie auch mal bei mir einkehren. Werden Sie dann auch da sein, oder klettern Sie wieder irgendwo herum? Ja, ich bin immer da, hatte jetzt nur ein paar Tage geschlossen. Das sind die reichen Wirte, die machen einfach zu.

Gibt es hier noch den Steinadler? Ja, ein Paar. Man muss Geduld haben. Einen Bartgeier gibt es auch. Und einen Luchs. In Deutschland werden Luchse auch wieder angesiedelt, z.B. im Harz. Bären haben wir jede Menge. Dieses Jahr sind schon 2 überfahren worden. Sollen über 30 Stück in Südtirol sein. Unsere Größe etwa. Kann auch mal schief gehen. Im Ulten-Tal haben die Leute Angst, ihre Kinder in die Schule zu schicken. Die Bären haben dort Bienenstöcke ausgeraubt und Schafe gerissen. Menschen wurden bisher nicht angegriffen, aber es kann passieren, weil es viel zu dicht besiedelt ist.

Da es inzwischen schon 17 Uhr war und die letzte Taser-Seilbahn um 18 Uhr fährt, hat uns Sepp dann freundlicherweise mit seinem Jeep zur Taser-Bergstation mitgenommen. Morgen geht’s zum Berggasthof Egger. Du bist wieder dabei?

Inhalt Teil 3:

Sa, 21.7.2012

Morgens nach dem Frühstück mit dem Bus zur Taser-Talstation, hier einige Impressionen. Dann mit der Seilbahn und mit den Wolken hoch zur Bergstation. Kaum sind wir oben, regnet es Bindfäden. Eigentlich wollten wir über Videgg zur Bergstation der Verdinser Seilbahn rüber laufen und mit dem Sessellift fahren. Angesichts der Wetterlage laufen wir dann doch lieber in die andere Richtung zum Berggasthof „Egger“, bei dem ich schon 1977, mit 12 Jahren, bei meinem ersten Aufenthalt in Südtirol und in Schenna zu Gast war. Damals war noch die Senior-Chefin am Werk, inzwischen ist die Enkelin schon 25, die ich zuletzt 1991 mit 4 Jahren gesehen und auch gefilmt habe. Der Sommerregen sorgte dafür, dass wir die einzigen Gäste waren.

Dialog-Szenen :

„Da war ich noch jung und schön – heute bin ich nur noch schön. Ich bin jetzt 25 Jahre hier. Am Anfang war ich Lehrling, jetzt bin ich die Schwiegertochter. Der kleine ist schon die 4.te Generation. Der „Egger“ existiert schon seit ca. 300 Jahren, ist aber 1910 abgebrannt und wurde 1911 wieder aufgebaut. Ein Bettler hat im Heu geschlafen und dabei den Brand mit einer Zigarette, Kerze oder Fackel versehentlich gelegt. Als der Schwiegervater gegen Mitternacht vom Berg kam, hat er den Rauch gerochen und hat den Bettler rausgeholt, sonst wäre er verbrannt. Alle beiden Häuser sind dann abgebrannt. 1962 wurde dann das Gasthaus eröffnet. Welche Geschichten gibt es noch zu erzählen? 1 x geweint, 3 x gelacht. Mein Mann wurde vor 3 Jahren von einem 400 kg schweren Heuballen fast erschlagen. Er lag dann lange mit gebrochener Hüfte im Krankenhaus. Der Sohn wurde nur leicht verletzt. Hier ist man jeden Tag grossen Gefahren ausgesetzt, man muss die steilen Wiesen mähen … Wir hatten eine Zwerghenne, die im Heu verschwunden ist. Wir dachten schon, der Fuchs hätte sie geholt. Auf einmal kam sie mit 13 Küken an. Ein Junge aus der Stadt hat eines in die Hand genommen und gesagt: „Kleiner geht es nicht mehr!“

Nachdem der Regen vorbei war und der Wind die letzten Wolken weiter trieb, zogen wir wieder los. Blick zurück auf den Bergasthof Egger. Unser Weg führte uns immer wieder durch sanft aufsteigende Wolken. Und schließlich zu einer Herde Schafe. Und einem Hügel mit geschäftigen Waldameisen. Die „Lenzeben-Alm“ verfällt schon seit einigen Jahren.

Das ist Sepp Hallers „Leiten-Alm“, die wir am Tag zuvor besucht hatten. Und hier, etwas weiter unterhalb, die Ifinger Hütte, wo wir heute einkehrten. In dieser Einstellung sieht man links unten die Ifinger Hütte und rechts oben die Leiten-Alm.

An einem zunächst friedlich scheinenden Bergbauernhof kam es zu einem kleinen Zwischenfall mit einem Vierbeinigen Freund … den ich vor Schreck verschluckte. Zurück an der Taser-Bergstation. Schenna bei Nacht.

Inhalt Teil 4:

So, 22.7.2012

Heute war zum ersten mal „schönes“ Wetter, also Sonnenschein und klare Sicht. Zuerst sind wir mit dem Bus nach St. Georgen gefahren.

Blick ins Tal. Die Mutspitz. Dann rauf zum Waalweg in Richtung Taser-Talstation. An der Bergstation reger Auto-Verkehr – ich hasse das. Ein Haflinger bestaunt die Gäste – darunter auch Südamerikaner. Heute haben wir tatsächlich die Tour gemacht, die schon für gestern geplant war: Rüber nach Videgg. Videgg. Der ehemalige Gasthof Pixner.

In Videgg angekommen. Erst mal die Einheimischen begrüsst und dann im Gasthof Videgg eingekehrt und zünftig gespachtelt. Alexandra Rührei mit Bratkartoffeln und Salat, ich Speckknödel mit Salat. Dazu Mineralwasser und einen Viertel Roten für uns beide. Eine defekte Wasserleitung. Blick zurück nach Videgg.

Der ehemalige Berggasthof Pixner. Vom „ehemalig“ erfuhren wir erst heute – also kein Apfelstrudel mit Sahne zum Nachtisch. (Die negativen Begleiterscheinungen vom sogenannten „schönen Wetter“: Zu viele Leute unterwegs und deshalb Schlange stehen an der Seilbahn und fehlende Zwiesprache mit der Natur. Statt dessen „Guten Tag“, „Hallo“ und „Grüß Gott“ bis zum Abwinken.

In unseren frühen Urlauben in Südtirol versorgten sich die Hütten mit Material-Seilbahnen und waren sonst nur über schmale Wiesenwege erreichbar. Leider gibt es immer mehr Fahrwege und asphaltierte Strassen bis in die entlegensten Bergregionen, was mir persönlich sehr widerstrebt. Über solche schmalen Fußwege war einst der „Pixner“ zu erreichen, dessen einst legendären Apfelstrudel ich Alexandra heute zum Probieren geben wollte. Bedauerlicherweise, scheint der Hof jedoch nicht mehr bewirtschaftet und nur nur als Privathaus genutzt zu werden. Schade, aber so konnten wir uns unseren Appetit für´s Abendessen aufheben.

Wenigstens mussten wir ab hier keine Fahrstrasse mehr laufen, sondern konnten den idyllischen Waldweg nach Verdins nehmen, den ich schon über 30 Jahre zuvor mit meinem Vater gegangen war.

Weiter unten führt eine über 100 Jahre alte Brücke über den Masul-Bach. Die Vorgänger-Brücke wurde – angeblich an gleicher Stelle – vom nach einem Gewitter stark angeschwollenen Masulbach weggerissen. Weiter entlang der Masul-Schlucht nach Verdins. Angekommen in Verdins.

Mo, 23.7.2012

Am nächsten Morgen wieder zurück mit dem Bus nach Verdins und mit der Seilbahn und dann mit dem Sessellift von Oberkirn auf 1425 rauf bis Grube auf 1808 m. Unsere Freundin Yulia wurde heute 30 und war mit ihrem Freund Stefan zur Zeit ebenfalls in Südtirol.

Wir trafen uns auf Klammeben in 2000 Metern Höhe und liefen über die Hirzer Hütter zur Hinteregg-Alm auf 1990 m. Auf der Hinteregg-Alm eine kräftige Berg-Mahlzeit eingenommen und das Geschenk überreicht. Auf dem Weg zur Hirzer Hütte schnell noch mit einem sanften Rindvieh Freundschaft geschlossen. Aus lauter Dankbarkeit verschreckte es dann ein paar Hunde. Das grandiose Panorama und die Motivsuche für unsere Bild- und Filmaufnahmen zogen uns derart in ihren Bann, dass wir völlig vergaßen, dass unsere letzte Seilbahn um 18 Uhr ab Oberkirn fuhr, inzwischen war es jedoch schon 17:05 und wir immer noch oberhalb der Hinteregg-Alm.

Da Stefan und Yulia Zeit hatten, wir aber nicht, erklärten wir schnell den Ernst der Lage und rannten los. Nicht ganz einfach mit meinem Rucksack, dem Stativ und der Kamera. Der Abstieg ging mächtig in die Beine und Füße. Trotzdem verpassten wir sowohl den letzten Sessellift als auch die letzte Seilbahn.

10 vor 6 erreichten wir den Sessellift, der bereits still stand. 40 Minuten bis Oberkirn stand auf dem Schild – keine Chance mehr, die letzte Seilbahn zu erreichen. Also mental auf den komplett-Abstieg von …. m Höhe vorbereitet und weiter zu Tal.

Etwa gegen 18:20 kommen wir nach Oberkirn, wo die Seilbahn schon seit 20 Minuten schlief. An einem Berggasthof zahlen gerade ein paar Gäste und steuern auf ihre geparkten Autos zu. Während ich sonst den Bau von Strassen ins Gebirge verfluche – jetzt kam er mir gelegen. Eine freundliche Hausfrau aus Lana mit ihren beiden Kindern nahm uns mit dem Auto mit bis fast nach Hause.

An der Taser-Talstation steigen wir aus und laufen die letzten paar Meter. Der rasche Abstieg hat unsere Füße und Beine derart mitgenommen, dass wir am nächsten Tag ein „Rentner-Programm“ einlegen. Was wäre wohl gewesen, wenn wir bis ganz nach unten hätten absteigen müssen?

Di, 24.7.2012

Unser „Rentner-Programm“ nach den Strapazen gestern: Am Tourismus-Büro in Schenna ist der Weg nach Dorf Tirol beschildert. Er führt mit moderatem Gefälle hinab zur Passer und vorbei an Apfelplantagen auf der anderen Seite wieder hinauf. An der Passer eine erfrischende Rast eingelegt. Das Schloss Tirol, das wir gleich besuchen würden. Am Abend noch saunieren in den Meraner Thermen.

Mi, 25.7.2012

Mit dem Bus fuhren wir nach Algund und mit dem Sessellift hinauf nach Fellau. Weiter mit der Gondelbahn ging’s leider nicht mehr, weil gerade die Mittagspause eingelegt wurde. Also statt dem Meraner Höhenweg den Fellauer Felsenweg bis zu den Muthöfen gelaufen, mit dem Plan, anschließend noch die Mutspitz zu besteigen.

„Nur für schwindelfreie“ heißt es unten am Fellauer Felsenweg. Und tatsächlich ist der Weg zwar problemlos begehbar, wer hier aber einen Fehler macht, der findet sich zerschmettert ein paar hundert Meter weiter unten wieder. An vielen Stellen geht es direkt neben dem Weg senkrecht abwärts. Immer wieder sind hier in den letzten Jahrzehnten Leute abgestürzt – wie überall in den Alpen. Die Schwerkraft ist unbestechlich und wirkt immer. Bereits auf halbem Weg wurde klar: Mit der Mutspitz wird’s heute nix mehr. Das würde uns zusätzliche 5 Stunden kosten und trotz des Rentner-Programms gestern steckt uns noch immer der vorgestrige Abstieg von der Hinteregg-Alm nach Oberkirn in den Knochen. Also lieber direkt im Gasthaus Mutkopf eingekehrt und gefuttert. Sehr gutes Essen!

Der Ifinger. Inzwischen hatte der Wind aufgefrischt. Wir machten uns auf den Weg runter nach Dorf Tirol. Ein Wildkirschbaum gab seine Früchte nur widerwillig her. Zurück in Dorf Tirol. Mit dem Bus fuhren wir über Meran zurück nach Schenna.

Do, 26.7.2012

Heute wieder eine Entspannungstour, die aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen dann doch strapaziöser wurde als eine Bergtour in 2000 m Höhe. Somit wohl ein Vorgeschmack auf die bevorstehende Reise in die Ukraine, nach Kiev, Yalta und Zaporoshje. Zunächst in die laut eigener Werbeaussage „schönsten Gärten Italiens“. Naja, man kennt das ja schon aus anderen Branchen mit der selbst Beweihräucherung. Ich persönlich mag ja sowieso nur Nutzgärten oder die Wildnis. Mit Ziergärten, Parks und ähnlichem, die zwar der Natur Fläche abringen, aber sonst nichts bringen, habe ich nichts am Hut. Was mir dennoch gefiel: Das Museum, vor allem die alten Bücher mit Reiseberichten aus dem frühen 19.ten Jahrhundert.

Danach ins Ötzi-Museum nach Bozen. Die 5000 Jahre alte Bärenfell-Mütze, das Kupferbeil, die Pfeile und der Bogen verschlugen mir die Sprache. 25 x älter als die Bücher, die ich noch am Morgen bewunderte. Und natürlich Ötzi selbst. Ehemals c.a. 50 kg schwer, nun, als Mumie, nur noch schlappe 15. Aber von mir wird in 5000 Jahren wohl noch viel weniger übrig sein. Ein Hühne war er also nicht, aber er lässt dennoch alle modernen Survival-Freaks vor Neid erblassen. Filmen und Fotografieren leider verboten – also schau Dir entsprechendes Bildmaterial woanders an!

Fr, 27.7.2012

Heute war mein 47.ter Geburtstag. Gestern hatte ich ja erfahren, dass ich ein alter Mann bin, denn Ötzi war ein alter Mann, etwa 45 + – 5 Jahre, also zwischen 40 und 50. Diese Erkenntnis – ein alter Mann zu sein – mag sich unbewusst dahingehend auf die Planung des heutiges Tages ausgewirkt haben, als ich entgegen meiner sonstigen Überzeugung vorschlug, mit dem Auto zum Parkplatz Falzeben auf 1600 m Höhe zu fahren und damit Mittäter zu sein bei der Verschandelung der Natur dort – Schande über mich! Dieser Parkplatz entweiht eine ursprünglich wunderschöne Berglandschaft, die bis vor wenigen Jahrzehnten nur über steinige Wege erreichbar war und in die nun dieser monströse Parkplatz rücksichtslos hinein planiert wurde.

Immerhin sind wir dann mit der angrenzenden Gondelbahn ganz schnell auf 2000 Metern auf Meran 2000, ganz in der Nähe der Bergstation der Ifinger Seilbahn, von der wir am ersten Tag über die Ifinger-Scharte zu Sepp Hallers Leiten-Alm gelaufen sind. Alexandra fühlt sich nicht ganz wohl, außerdem ist es schon fast 14 Uhr und die letze Seilbahn zurück fährt um 18 Uhr. Deshalb Richtung der nahe gelegenen Meraner Hütte und den Plan gefasst, mit dem Mittager-Sesselift kurz rauf zu fahren, ein paar Sequenzen zu drehen, zu fotografieren und wieder zurück zu fahren. Aber erst Mittagessen in der Kirchsteiger Alm, kurz vor der Meraner Hütte, direkt an der Talstation des Sesselliftes. Als wir dann um 16 Uhr hochfahren wollen, verkündet uns der Alm-Wirt, dass der Sessellift nur bis 16 Uhr läuft.

Erneute Bestätigung der Erkenntnis: Wer hier Urlaub macht, muss früh aufstehen und ins Bett gehen, bevor die Bürgersteige wieder hoch geklappt werden. Keine Gnade für Langschläfer! Auf dem Rückweg noch ein kurzer Besuch bei den Original Haflingern. Alles in allem ein schöner Geburtstag mit Leuten, die das Herz am rechten Fleck tragen. Zum Tagesabschluss noch ein kräftiges “Natur-Feuerwerk“ beim Abendessen in Meran.

Sa, 28.7.2012

Ich weiß nicht, ob es an meinem Ötzi-Alter oder am Marschgepäck inklusive Kamera-Ausrüstung liegt, aber ich habe ehrlich gesagt keine Lust mehr, jeden Tag eine große Tour zu laufen, so wie als Teenager oder junger Erwachsener.

Deshalb auch heute, am letzten Tag nur noch eine ganz kleine Rentner-Tour: Mit dem Bus nach Dorf Tirol an der Talstation der Hochmuth-Seilbahn Alexandra´s Jacke abholen, die sie am Mittwoch am Berggasthof vergessen hatte, und mit dem Sessellift runter nach Meran. Mein Fazit für den Südtirol-Urlaub: Die Meraner Gegend ist für mich nach wie vor eine der schönsten Urlaubsgegenden. Mir tut es aber weh, wenn ich mit ansehen muss, wie letztlich auch das Geld, das ich bringe, dafür verwendet wird, immer neue Strassen und Parkplätze in die Berge zu treiben und ehemals urige Berggasthöfe in Ferienbunker mit vorgelagertem Parkhaus zu verwandeln. Und ich will in den Bergen eigentlich keine Autos fahren sehen. Eine Material-Seilbahn tut´s doch auch und für sie braucht man nur eine kleine, gerade Schneise in den Berg zu schlagen, keine endlosen Serpentinen. Am 31.7. gings weiter in die Ukraine: Nach Kiev, Yalta und Saporoshje unsere Hochzeit für Alexandra´s dortige Verwandte und Freunde wiederholen und die Eltern besuchen.

ch will vor allem mit meiner Arbeit weiter machen: Songs schreiben, Hörbücher produzieren oder – ganz neu für mich – Filme wie diesen drehen, schneiden und vertonen. Immer nur Reisen fällt mir schnell auf die Nerven, besonders, wenn ich ewig einer funktionierenden Internetverbindung nachlaufen muss.

Dort macht Alexandra Shopping und ich warte inzwischen an der Passer auf sie und vergeblich auf eine funktionierende Internet-Verbindung – obwohl wir das Jahr 2012 schreiben. Morgen geht’s nach Hause, aber die Ferien sind noch nicht zu Ende: Nach Südtirol geht’s noch mal in die Ukraine, nach Kiev, Yalta und Saporoshje unsere Hochzeit für Alexandra´s dortige Verwandte und Freunde wiederholen und die Eltern besuchen. Du bist wieder dabei? Ich baue auf Deine moralische Unterstützung! Bis dahin tschüß

Nachwort:

Diese Art des Urlaubs, mich an einem touristisch stark frequentierten Ort aufzuhalten und Tagesausflüge in die nähere Umgebung zu machen, liegt mir nicht mehr so recht. Es sind einfach zu viele Leute unterwegs und die Kosten relativ hoch. Außerdem will ich neue Wege gehen, nicht mehr die alten, und neue Gegenden entdecken. Inzwischen mache ich lieber Touren, bei denen ich in ein paar Tagen eine bestimmte Strecke zurück lege und ein bestimmtes Ziel vor Augen habe. Vor allem aber nicht zu vielen Menschen begegne. Jetzt, nach Abschluss dieser Reise, schwebt mir für´s nächste Jahr eine Biwak-Tour mit minimaler Ausrüstung und Übernachtungen am Berg vor.

English voice over

Teil 2

Unfortunately, here – as in most places in the world – you hardly ever get the chance just to listen to the sounds of nature, as there is almost constant motor noise, mostly from aeroplanes.
After the said two and a half hours rambling over the deserted mountain (luckily, we met only 3 strangers on our walk), we finally reached the „Leiten-Alm“, where the friendly proprietor, Sepp Haller, a native South Tyroler, greeted us with a delicious and filling ham and cheese omelette.
But first we were obliged to down a few glasses of schnaps. It´s not really my thing, but you do have to adapt to the local customs, don´t you?

Have you drained your glass yet?
Yes! You have to drink it all in one go! Bottoms up!
Would you like some onions to go with it?
Sure, loads of them! All you´ve got!
What language is he speaking?
Tyrolish!
(I give some examples of this dialect)
A Tyroler pronounces „p“ like a „b“ and „t“ like a „d“.
(I give some more examples)

Sepp keeps his animals (cattle, horses and sheep) according to a revolutionary Swiss stock-farming method, as he will explain later. The landlord of the Hasenegg Inn in Verdins was also there, one of the three walkers we`d met on the way …

We just took a look at how animals live in the wild.
Wild animals graze in the evening and during the night, and our animals now do just the same.
We used to chain up the animals in the stall at night and let them out during the day to graze. But they were difficult to keep watch over, because they were constantly bothered by horseflies and other insects, making them restless and unsettled, and causing them to run away.

Another thing is, we don`t clean out the stalls any more, because fermenting manure prevents the growth of fly and horsefly larvae.
Our animals choose one place to rest, and another to leave their droppings, just as they would do in the wild.

I`d already wondered why the animals weren`t tied up. Although there´s lots of dirt in the stall, none of the animals are dirty. When they are tied up, animals get very dirty.

I`ve been using the system since I was introduced to it in Switzerland about ten years ago. It impressed me, because not only does it make less work, but it`s much better for the animals.

Are all animals kept like that in Switzerland?

No, I learnt it from a farmer who invented the method because he couldn´t find a lad to tend his herds, and then recognised its advantages.

Who else farms like that in South Tyrol?

Hardly anybody.
There are a lot of old traditionalists amongst the farmers, who insist on everthing being regulated and orderly. But it´s unnatural.

The main thing is to uphold tradition, after all!

And now let´s have another schnaps!
Er…I´ve had two already, that´s enough for now.
Just a half then!
We never do things by half here!
I`m already feeling pretty pissed.
Another boulder has just broken loose over there.
Did you climb over that way?
Yes, I wanted to go over there, but I couldn´t get through because some rocks had broken loose in the winter.
I was hoping I might get to film some of them falling.
Hoping?
When you`re looking up there, it doesn´t look so dangerous, but when you are standing right in front of it…
I thought something spectacular was about to happen.

I don´t like big plates with a small dollop in the middle.
I prefer it here: Big plates, with equally big dollops.
Worse still, you have to share it.
She eats like a horse.
Really tucks it away.
Well, after a climb like that…
You´ll need to stop at my place again for a bite to eat.
Will you be here then, or will you be off rambling again?
Yes, I`m always here, was just closed for a couple of days.
It´s only rich landlords who can just shut up shop.
Do you still see golden eagles around here?
Yes, a couple.
You have to be patient.
There`s a bearded vulture too.
And a lynx.
The lynx is being re-introduced in Germany, in the Harz for example.
We´ve got plenty of bears.
Two of them have been run over already this year.
There are supposed to be over 30 of them in South Tyrol.
About our size.
Can be really bad news.
There are people in the Ulten Valley who are afraid to send their children to school.
The bears have raided beehives and killed sheep down there.
They haven´t attacked people yet, but it could happen, because it´s much too densely populated.

As it was already 5pm, and the last Taser cable car was due to leave at 6, Sepp kindly offered to give us a lift to the summit station in his jeep.

 

Today, we had fine weather for the first time – sunshine and a clear view.
We set off on the bus to St. Georgen.
The view into the valley. The Mutspitz. And then up to the Waalweg towards the Taser Valley base station.
Lots of road traffic at the mountain station – I hate that.
One of the Hafling locals marvels at the guests, among them a number of South Americans.
Today we were actually able to take the trip we had planned to do yesterday: Over to Videgg, Videgg itself, and the former Pixner Inn.
Arrival in Videgg.
The first thing was to greet the locals, then we were off to the Videgg Inn for something to eat.
Alexandra ate fried potatoes and salad, and I had the bacon dumplings with salad, accompanied by mineral water and a quarter of red wine each.
A burst water main/A broken water pipe. View back to Videgg.
The former Pixner Inn. We only discovered today that it is „former“, so there was no dessert of apple strudel and cream.
From here on, at least we didn`t have to stay on the roads any more, but were able to take the idyllic forest path to Verdins, which I had followed with my father more than 30 years previously.
Further down, a 100 year old bridge leads across the Masul stream.
The previous bridge, which apparently stood in the same place, was torn away after a storm, when the stream had become a raging torrent.

Further along the Masul gorge towards Verdins.
Arrival in Verdins.

Mon 23.7.2012
The next morning we travelled by bus back to Verdins and took the cable car to Oberkirn, at a height of 1425 metres, and from there, the chair lift up to
Grube, some 1808 metres above sea-level.
It was our friend Yulia`s 30th birthday, and she too was in South Tyrol at the time, with her boyfriend, Stefan.
We met up at a height of 2000 metres in Klammeben, and hiked over to the Hinteregg Alm via the Hirz(er?) hut.
When we got to the Hinteregg Alm, we had a sturdy mountain meal and presented our birthday gift.
We were so fascinated by the grand panorama, and so busy looking for subjects to capture on photo and film, that we completely forgot the fact that the last cable car would be leaving Oberkirn at 6pm. Meanwhile, it was already five past five and we were still up above the Hinteregg Alm.
Stefan and Yulia weren`t in a hurry, but we were, so we quickly explained the problem and ran off, which wasn`t so easy with my rucksack, the tripod and the camera. The descent was really hard on our legs and feet, and despite all our efforts, we missed not only the last chair lift but also the last cable car.
Normally I hate the fact that roads are built on the mountains, but I could see now that it had its advantages.
A friendly housewife from Lana, who happened to be driving past with her two children, gave us a lift almost all the way home. Our legs and feet were killing us after the quick descent, so we decided to indulge in a „senior citizens programme“ the next day.
What ever would have happened if we’d had to climb all the way down?

Tues 24.7.2012
Our „senior citizens´ programme“ after the previous day`s exertion. There`s a sign to Dorf Tirol at the tourist information bureau in Schenna. The path leads slightly downwards to the Passer and up again past the apple orchards on the other side
We stopped for a refreshing break at Passer.
Tyrol castle, which we were about to visit.
We spent the evening in the sauna at the Meran Thermal Baths.

Wed 25.7.2012
We took the bus to Algund and the chair lift up to Fellau. Unfortunately, the cable car from there had stopped for lunch, so we weren’t able to go any further. Instead of continuing via the path over the Meran Heights, we therefore decided to ascend the rocky Fellau path up to the Muthöfe, planning to climb right up to the summit of the Mut.
There`s a sign at the bottom of the Fellau path saying „suitable only for those with a good head for heights“. It`s true that the pathway is easy to climb, but one mistake, and you`ll be crashing down onto the rocks a few hundred metres below. In several places, there is a vertical drop directly adjacent to the path. Here, as in many regions of the Alps, there have been a lot of accidents over the past decades, with climbers falling to their near-certain deaths. Gravity is unerring and invincible.
By the time we reached the half-way point, it was already clear that we wouldn`t be making it to the summit today. That would have taken us another 5 hours, and in spite of our senior citizens` programme yesterday, our bones were still feeling tender from the hurried descent of the Hinteregg Alm to Oberkirn the day before that.
Better to go straight to the Mutkopf Inn and get something to eat. The food was great! The Ilfinger. It was getting pretty windy.
We set off down to Dorf Tirol.
The wild cherries on this tree were not so easy to pick.
Back in Tyrol Village.
We took the bus back to Schenna via Meran.

Thurs 26.7.2012
Today, another relaxation trip. As a result of the summer heat, however, the trip was in fact more exerting than a mountain tour at 2000 metres above sea level. We were beginning to realise what lay ahead on our forthcoming trip to the Ukraine, to Kiev, Yalta and Zaporoshje.
Our next visit was to what was described in its advertising slogan as the „most beautiful garden in Italy“.
Yeah, we`ve heard that one before….
Personally, I only really like kitchen gardens and natural landscapes. I`m not so keen on flower gardens, parks and the like, which actually only steal land from the wild without really contributing anything.
But what I did like was the museum, especially the old books with travel reports from the early 19th century.
Afterwards, we went to the museum of Ötzi the iceman, the Öztal mummy. The 5000 year-old bearskin hat, the copper axe and the bow and arrows made me speechless.
25 times as old as the books I had admired just that morning. And then of course, Ötzi himself.
Once, he must have weighed around 50 kilos, but now, as a mummy, only a pathetic 15. But I suppose there will be even less of me left in 5000 years.
So he wasn`t exactly Arnold Schwarzenegger, but all our modern-day survival freaks definitely pale in comparison.
Filming and photography not permitted – so you`ll have find some pics elsewhere!

Fri 27.7.2012
Today was my 47th birthday. As I discovered yesterday, I`m now an old man: Ötzi was an old man, around 45 ± 5 years, so somewhere between 40 and 50. The cruel realisation that I was an old man may have had some effect on the plan for the day, as I very untypically suggested driving up to the Falzeben car park, which is at a height of 1600 metres, thereby contributing personally to the destruction of the local wildlife – shame on me! This car park was built on what was previously wonderful mountainous countryside. Until a few decades ago the spot was only accessible via stony pathways, until this monstrous car park was thoughtlessly carved into the mountainside.
Anyway, before long we were already 2000 metres up on the Meran 2000, just near the summit station of the Ifinger cable car, from which we had walked over the Ifinger Scharte to Sepp Haller`s Leiten-Alm on our first day. Alexandra was not feeling too well, and it was already 2pm, with the last cable car due to leave at 6 o`clock. So we decided to make for the nearby Meran hut, the plan being to take the midday chair lift for a quick ascent to do a few video sequences, take some photos and come straight back down again. But before reaching the Meran hut, we first had lunch in the Kirchsteiger Alm, by the valley station of the chair lift. Just as we were getting ready to leave at 4 for the chair lift, the landlord told us that the chair lift only ran until 4 o`clock.
Which just goes to prove that if you want to take a holiday here, you have to be prepared to get up with the larks and go to bed at sunset. No mercy for sleepyheads!

On the way back, we briefly visited the Original Haflingers.

All in all, I had a great birthday, spent with people who had their hearts in the right places. To crown the day, dinner accompanied by a hearty „natural firework“ in Meran.

Sat 28.7.2012
Maybe it has to do with my Ötzi age or with my heavy backpack and camera gear, I don`t know, but to be honest, I really don`t have what it takes any more to do a long trip every day, like I did as a teenager and a young man.
So today, the last day of our holiday, was spent doing another little senior citizens` tour: Up to Dorf Tirol on the bus to retrieve Alexandra`s jacket at the inn by the valley station, and down again on the chair lift to Meran.
To sum up the Tirol holiday: The Meran region is, in my opinion, still one of the most beautiful holiday destinations. But it hurts to see how the money I`ve spent there gets used to drive more and more roads and car parks into the mountains, and to convert characterful old inns into holiday bunkers with a multistorey car park out the front. And actually, I don`t want to see any cars driving in the mountains at all.
All that is needed, in fact, is a cable car, which requires only a small, straight cut into the mountainside, and not endless serpentines.
Our next trip, beginning on July 31st, takes us to the Ukraine: To Kiev, Yalta and Saporoschje, to repeat our wedding for Alexandra`s relatives and friends, and to visit her parents.