Deutscher Sprecher-Text

Unsere Hochzeitsreise führte uns nach Cala Pi, Mallorca. Komm mit uns zu Sonne, Felsen, Meer und gutem Essen!

Wenn mich jemand, der noch nie auf Mallorca war, fragt, wie es dort ist, sage ich immer: Es ist überall schön, außer in Arenal, am Ballermann. Schön war es auch dieses Mal – in Cala Pi.

Nach dem ersten Abendessen machten wir Bekanntschaft mit einem Einheimischen. Dass der Südländer an sich etwas kleiner gewachsen ist, wussten wir. Dass er aber so klein ist, hat uns dann doch überrascht.

Ein Frühstück kann man sich auch weniger angenehm vorstellen als hier – unter Palmen direkt über der Cala Pi, einer für Mallorca typischen Felsen-Bucht mit kleinem Sand-Badestrand.

Direkt danach runter zum Meer, aber nicht dorthin, wo alle sind, sondern etwas abseits, wo die Stimmen leiser und die Wellen lauter werden. Der abenteuerliche Abstieg war ein kleiner Vorgeschmack auf die bevorstehende Südtirolreise ein paar Wochen später. Im Fels gibt es überall Höhlen und das griffige Gestein lädt zum Kraxeln ein.

Nach ein paar Stunden am Wasser kann man dann schon mal vergessen, wie man überhaupt dort hin gekommen ist – und schon versteigt man sich im Gelände. Aber schließlich fanden wir den Rückweg doch noch.

Vor dem Abendessen noch ein kleiner Spaziergang zum gut erhaltenen Wehrturm mit weitem Blick auf die Bucht und das Meer.

Ein deftiges Abendessen und ein kühles Bier – meine Plautze bedankt sich! Der Preis, den man zahlen muss, wenn man große Portionen mag.

Nach dem Dessert noch einmal zum alten Wehrturm, der zahlreichen Mauerseglern eine Brutstätte bietet.

Auch die mallorquinischen Ameisen machten noch einen kleinen Verdauungsspaziergang.

Unermüdlich nagt die unruhige See am starren Fels. Welle um Welle formt seit Millionen von Jahren die schroffe Küste.

Am nächsten Morgen – Blick von unserem Balkon.

An diesem Tag, dem 9.6.2012, wollten wir die andere Seite der Bucht erkunden und feststellen, ob sich dort eine Möglichkeit finden lässt, mit den Felsen und dem Meer alleine zu sein. Ein steiler, in das Gestein geschlagener Weg führte uns nach oben in eine steinige, typisch mallorquinische Landschaft mit Bäumen, Büschen und einem grandiosen Ausblick über Bucht und Mittelmeer. Die steinigen Wege fangen oft vielversprechend an und verlieren sich dann im nichts. Jedes Jahr kommen einige Touristen auf Mallorca bei Wanderungen ums Leben, weil sie sich im Gelände versteigen und irgendwo abstürzen oder verdursten. In unserem Fall war das Risiko überschaubar, weil wir uns an der Küste orientierten und einige Trinkwasservorräte dabei hatten.

Im Hintergrund unser Wehrturm auf der anderen Seite der Bucht.

Obwohl mindestens 10 Meter über dem Meeresspiegel, finden sich zahlreiche Salzlachen im zerklüfteten Fels, die darauf schließen lassen, dass sich die Wellen manchmal zu gewaltiger Größe aufbäumen.

Alleine in der Weite mit Sonne, Wind, Felsen und Meer.

Ein Angler hat sich eine der schönsten Stellen für sein ganz persönliches Natur-Gespräch ausgesucht.

Passend zu unseren Flitterwochen – ein Herz in den Felsen.

Schließlich haben wir unsere eigene kleine Bucht gefunden …

Der Weg zum Wasser gestaltet sich recht schwierig … Der Einstieg indessen fällt leichter und nach dem Schnorchel-Gang findet sich schnell eine passende Felsmulde im Liegestuhl-Design.

Der alte Wehrturm dient uns als Landmarke für den Rückweg.

Beim obligatorischen Spaziergang vor dem Abendessen sehen wir auf der anderen Seite der Bucht – dort wo wir am Tag waren – 2 Gleitschirmflieger Aufzieh-Übungen machen. Ein faszinierender Sport, den ich auch gerne betreiben würde, wenn er nicht so gefährlich wäre, besonders in Bodennähe, besonders bei unberechenbarem Wind über steinigem Gelände.

Auch diese Kollegen habe ich an diesem Abend nicht mehr fliegen sehen.

Eine kleine Fotosession am Wehrturm …

Heute mal kein Bier, sondern Sangria zum Abendessen.

Ein kurioses Segelboot liegt einsam im Wind.

Ein Verdauungsspaziergang durch den Ort Cala Pi.

Eine Kaktus-Blüte in schwindelnder Höhe.

Am nächsten Morgen wollten wir nachschauen, was es innerhalb der Bucht zu sehen gab. In einem kleinen Brackwasser-Teich gab es überraschend viele Fische. Im Hintergrund ist noch der Strand zu sehen. Die Bucht wurde schnell immer schmaler, der Weg immer unwegsamer und bald ging es gar nicht mehr weiter. Also zurück zum Strand und – wie am Vortag – Aufstieg zur gegenüberliegenden Seite. Dort unser „Freiluft-Büro“ eröffnet und ein paar Emails beantwortet … … und danach weiter die Gegend erkundet.

Ob diese Ruinen früher einmal Stallungen waren oder Wohnhäuser – ich weiß es nicht. Wie erwartet, endete der Weg bald und führte uns in dorniges Gestrüpp. Bei ähnlicher Gelegenheit in Port Soler, ebenfalls auf Mallorca, vor ein paar Jahren stieg mir plötzlich Verwesungsgeruch in die Nase. Entgegen meiner Befürchtung stieß ich damals jedoch nicht auf einen verirrten Wanderer, der es nicht geschafft hatte, sondern auf eine tote Ziege. Und später noch auf eine weitere. Nach einer Weile ziellosen umher Irrens stießen wir wieder auf einen Weg.

Dieses Kaninchen hatte seine besten Zeiten hinter sich.

Der Wind brachte Kühlung und machte die Temperaturen erträglich. Schließlich kam das Meer wieder in Sicht. Ein Segelboot spielte mit Wellen und Wind. Ein weiteres schien in den Büschen zu fahren. Die Küste hatte uns wieder. Gegenüber „unsere“ Wachturm-Seite, gepeitscht von hohen Wellen.

Die Cala Pi in ihrer ganzen Schönheit.

Vorbereitungen zum abendlichen Essen fassen.

Heute mal wieder ein kühles Bierchen zum Essen. Für Sangria ist später noch Zeit!

Meine Bemühungen, deutlich leichteren Personen beim Ausstieg aus dem Swimmingpool behilflich zu sein, fördern unbarmherzig zu Tage, dass meine Vorliebe für reichliche Speisen, kühle Bierchen und süße Desserts bereits deutliche Spuren auf meinem nicht mehr ganz jugendlichen Körper hinterlassen hat. Nach dem Pool-Intermezzo erkundeten wir, was es auf unserer Seite der Bucht noch so alles zu sehen gab.

Ein schmaler Weg durch Gestrüpp führte uns zurück zum Meer und wir erkundeten das raue Gelände.

An unserem letzten Abend, dem 12.6.2012, machten wir uns noch einmal auf, die gegenüberliegende Seite zu erkunden. Hier entstand auch das Cover-Foto zu meinem Album „Dreaming `bout you and me“, dessen Songs Du hier immer wieder hörst.

Urplötzlich befanden wir uns hier in einer „Survival Situation“, denn es wurde rasch dunkler und nach jeder Abbiegung kam noch eine und schließlich … noch eine. Und immer wieder nahmen die Wege unerwartete Wendungen. Im letzten Moment erreichten wir eine Strasse und kamen im Dunkeln wieder in Cala Pi an.

Den letzten Tag verbrachten wir noch über der Bucht sitzend und in der Bucht badend, bevor wir mit dem Taxi zum Flughafen fuhren.

Das war ein sehr bequemer Urlaub, bei dem es vorwiegend um die Nahrungsaufnahme und das einfache „zusammen“ und „am Meer sein“ ging.

English voice over

Episode 02 – Honeymoon Trip to Cala Pi, Mallorca

We spent our Honeymoon on Mallorca. If anybody ever asks me about Mallorca, I always say: It´s beautiful everywhere except in Arenal, the place known by the Germans as „Ballermann“. And this time it was beautiful again – in Cala Pi.

After our first dinner, we made acquaintance with a local resident. We knew, of course, that southern Europeans are generally smaller, but we were surprised to find that they were quite that small.

We reckoned there must be worse places to have breakfast than just here – under the palms, directly above Cala Pi, a typical rocky mallorcan bay with a little sandy beach. And afterwards, it was straight off down to the seashore, but not where it was crowded; somewhere off the beaten track where the voices were quieter and the waves louder. The somewhat adventurous descent was a foretaste of our trip to South Tirol a few weeks later.

The rocks are full of caves, and the rough surface provides excellent grip for climbing. After a few hours by the sea, it´s easy to forget quite how you got there – and suddenly you´re completely lost. But we found our way back in the end.

Before dinner, a short walk to the well-preserved keep, with its impressive view over the bay and out to sea.

A hearty dinner and a cool beer – thanks mate, says my paunch! That`s the price you have to pay for liking big portions.

After dessert, we went back over to the old fortified tower, a perfect breeding ground for the numerous swifts.

Even the mallorcan ants went out for a short postprandial walk.

The sea gnaws relentlessly at the bare rock. Wave after wave has formed the ragged coast over millions of years.

The following morning – the view from our balcony. On this day, the 9th of June 2012, we wanted to explore the other side of the bay and find out whether it`s possible to be alone just with the rocks and the sea. A steep path, carved into the rock, led us up into a typical, stony mallorcan landscape with trees and bushes and a magnificent view of the bay and out over the Mediterranean Sea. Many of the rocky paths start promisingly but then just end in the middle of nowhere. Every year, there are tourists who die while climbing on Mallorca, losing their way and falling from the rocks, or dying of thirst. We didn`t take any risks, keeping to the coastline and taking plenty of drinking water with us.

In the background is the fortified tower on the other side of the bay. Even though we`re over 30 feet above sea-level, there are many salty puddles in the jagged rocks, a reminder of just how enormous the waves can sometimes become. Alone in the vastness with the sun, the wind, the rocks and the sea. An angler (fisherman, nur wenn er im Boot ist) has chosen one of the most beautiful spots for his personal dialogue with nature.

How appropriate to our honeymoon – a heart in the rocks.

Finally, we found our own little bay… Getting down to the water can be a bit complicated… But getting in is much easier, and after a bit of snorkeling you can soon find a rocky hollow in deckchair design.

The old keep serves as our landmark on the way back.

During our obligatory pre-dinner walk, we notice two paragliders on the other side of the bay – where we just spent the day – doing their take-off exercises. A fascinating sport, which I´d like to try myself, if it weren’t quite so dangerous – especially at low altitude, and especially in unpredictable winds over rocky terrain. I didn’t see these guys flying again that evening either.

A little photo session at the keep.

No beer today; there`s sangria with dinner.

A strange-looking yacht, alone in the wind. An after-dinner walk through the village of Cala Pi.

A cactus flower in the dizzy heights.

The next morning, we wanted to go for a little explore around the bay. Lots of little fish in a pool of brackish water. The beach is still visible in the background. The bay became steadily narrower, the path becoming more and more impassable, and soon there was no getting through. So off we went back to the beach and – as we had the previous day – climbed up over to the opposite side. There, we settled down in our open-air office and answered a few e-mails…and then set off again to do some more exploring.

Maybe these ruins were once stables or houses, I have no idea. Predictably, the track soon came to an end, and led us into thorny undergrowth. In a similar situation a couple of years ago in Port Soler, also on Mallorca, I suddenly got a whiff of rotting flesh. Having feared that I might have come across some lost climber who hadn’t made it, I was relieved to find it was just a dead goat. And later I found another. After wandering around disorientatedly for some time, we finally found another path.

This rabbit had seen better days.

The heat was made bearable by a cool breeze. Finally, the sea came into view again. A yacht played with the waves and the wind. Another was apparently sailing into the bushes. We were back on the coast. Opposite “our” keep side, which was constantly thrashed by the high waves.

Cala Pi in all its beauty.

Preparing for the evening meal.

Cool beer with dinner this evening. There`s still time for sangria later!

My attempts to help considerably lighter people out of the swimming pool only served as a further merciless illustration of how my love of rich food, cold beer and sweet desserts have already made their unmistakeable mark on my no longer entirely youthful body.

After the intermezzo at the pool, we checked out all there was to see on our side of the bay. A narrow track through the undergrowth took us back to the sea and we explored the rough terrain.

On our last evening, the 12th of June 2012, we went over to explore the other side for the last time. This was where the cover photo of my album “Dreaming `bout you and me” originated, from which many of the songs come that you’ve been hearing. All of a sudden we found ourselves here in a “survival situation”, as it quickly got dark, and every curve and twist was followed by another and then another…and another. Again and again, the paths unexpectedly changed direction. Not a moment too soon, we finally managed to reach a road and by the time we got back to Cala Pi, it was dark. We spent our last day sitting above and swimming in the bay, before getting a taxi to the airport.

This was a very lazy holiday, where it was all about eating and being together and being by the sea.