++++KOMPLETT ÜBERARBEITETES VIDEO FOLGT IN KÜRZE++++


Ukraine 31.7.-14.8.2012

Di,31.7.2012

Nach Mallorca,Holland,meiner Spessart-Übernachtung und Südtirol war ich inzwischen etwas reisemüde geworden und wäre lieber zuhause geblieben, wenigstens mal für eine Woche, um das gedrehte Material aufzubereiten und ein paar Sachen aufzunehmen.

Aber es half nichts – heute ging’s weiter: Vom Frankfurter Flughafen über Wien nach Kiev.

Dort eine Übernachtung bei unserer Freundin Kira, einer Fotografin.

Mi,1.8.2012

Morgens erst mal alleine zur nächsten Bank Bargeld abheben.

Für eine größere Kiev-Tour fehlte uns heute die Zeit: Zuerst haben wir zu lange geschlafen und dann sind wir mit dem Taxi noch quer durch die Stadt gefahren, um einen Eiscrusher für die Ferienwohnung in Yalta zu kaufen – als Gastgeschenk und für unsere eigenen selbstgemachten Mojitos. Abends dann in den Nachtzug in Richtung Simferopol. Die Abfahrt in Kiev war 20:16.

Impressionen vom Bahnhof in Kiev.

Wenn diese Züge erst einmal eine Weile fahren, wird der Aufenthalt durch die Klimaanlage recht angenehm. Während der Stopps an den Bahnhöfen jedoch, heizen sich die Waggons unerträglich auf und lassen sie zu Bio-Saunen mutieren. Der Fächer wird hier zum wichtigsten Utensil.

Fährt der Zug erst mal los und setzt die Kühlung erst mal ein, wird es Zeit, das Abendessen einzunehmen.

Von dieser Dame sollten wir Nachts noch hören. Ihre Familienmitglieder hatten einen guten Grund, warum sie die Mutter mit Fremden schlafen liessen. Alsbald richtet man sich für die Nacht ein.

Um auf die Dame zurückzukommen: Des Nachts ereignete sich folgendes: Audio-Kollage „Snoring fat lady in ukranian train“. Nasse, zu Kugeln gerollte Papier-Stückchen aus Taschentüchern, schön tief in die Ohren gestopft, reduzierten den Lärmpegel auf ein zum Weiterschlafen geeignetes Mass. Spakoinai nochi – gute Nacht.

Do,2.8.2012

Am nächsten Morgen waren wir fast angekommen. Schnell noch die Betten abgezogen und alle Sachen wieder eingepackt, schon kam der Zug zum Stehen. Am Bahnhof von Simferopol, an dem wir 10:15 ankamen, wurden wir wie immer von hunderten Taxi- und Marschruttka-Fahrern attackiert, die sich um die wenigen Fahrgäste rissen, um sie vor allem in Richtung Yalta zu fahren. Dieses Mal versuchen wir mit allen Mitteln, nicht wieder an einen Fahrer wie den vom letzten Jahr zu geraten, sofern dieser überhaupt noch lebt, was mich bei seiner Fahrweise auch wirklich wundern sollte: Trotz starken Gegenverkehrs überholte er permanent, und zwar auch dann, wenn gerade ein entgegenkommendes Fahrzeug da war. Er fuhr dann einfach auf der Mittellinie und erwartete von den anderen, dass sie entsprechend Platz machten. Meiner Meinung nach hätte man ihn sofort ins Gefängnis stecken sollen. Dieses Jahr hatten wir tatsächlich mehr Glück: Zwar bezahlten wir gut 50% mehr als im letzten Jahr, aber bei rund 15 € für 2 Personen und gut 100 km kann man nicht meckern – zumal mit Klima-Anlage.

Die ersten Ausläufer des Krim-Gebirges. Am Busbahnhof in Yalta dann erst mal die Karte vom lokalen Handy aufgeladen und ein Taxi bestellt, das auf diesem Wege viel billiger zu bekommen war als direkt. Kurz nach 13 Uhr waren wir in unserer Ferienwohnung. Ein Begrüßungsessen bei Schwiegermuttern mit Tomatensalat, Käse und leckeren Bratkartoffeln, sowie lokalem Weißwein, nötigten mir gut 3 Stunden tiefen Mittagsschlaf ab. Abends dann runter zur „Nabereschnaja“, der Strandpromenade, mit zahlreichen Restaurants, Bars, Musikern und Artisten. Betrunkene Matrosen benutzen einen Springbrunnen als Schwimmbad zur Feier des „Tags des Matrosen“. Da ich nicht ganz so athletisch war wie die Jungs gerade eben, markierte ich eben mit meinen Schießkünsten den Breiten – Pazifist bin ich trotzdem.